

Das Konzept für Geschosswohnungsbau mit Seniorenwohnungen untersucht 3 städtebauliche Varianten hinsichtlich ihrer möglichen Gebäudetypologien auf dem innerstädtischen, topografisch anspruchsvollen und introvertierten Grundstück. Unter Berücksichtigung wichtiger Parameter des Kontextes, wie Orientierung, Blickbeziehungen, Vernetzung mit der Umgebung, ruhige, lärmgeschützte Lage und Synergien zwischen idyllischen Obstwiesen inmitten der kleinstädtischen Stadtstrukturen, werden die Vorteile für die jeweilige Variante herausgearbeitet. Die externen halböffentlichen Nutzungen am Erdgeschoss regen den Austausch zwischen Bewohner und Anwohner an und sorgen somit für eine hohe Identifikation mit der neuen Bebauung.
Die flexiblen Gebäudestrukturen sehen unterschiedliche Wohnungsgrößen und Unterteilungsmöglichkeiten vor. So sind neben individuellen Wohnungen auch Senioren-Wohngemeinschaften möglich. Die Orientierung der vorwiegend 1-3 Zimmer Wohnungen ist für unterschiedliche Bewohnerinteressen ausgelegt: Die Mehrzahl orientiert den privaten Bereich (Wohnen + Schlafen + Balkon) in die ruhigen Gartenzonen, eine geringe Anzahl von Wohnungen orientiert sich zum lebendigen Geschehen Richtung Süden. Alle Koch- und Essbereiche orientieren sich zum Laubengang, um über die dortigen Aktivitäten informiert zu sein und teilzunehmen. Bei den Außenräumen und Erschließungswegen wird großen Wert auf die großzügige Gartenanlage mit Wegenetzen zum Spazierengehen und den unversiegelten Naturraum gelegt, wobei selbstverständlich die funktionalen Aspekte der Anlieferung, die Parkplätze für den Individualverkehr und die Rettungswege gleichrangig Rücksicht finden.

Eine nachhaltige, ressourcenschonende und wirtschaftliche Bauweise steht im Vordergrund. Die Gebäudestrukturen eignen sich durch Wiederholungen der Gebäudetiefen, Fassadenproportionen und Grundrisstypologien für Vorfabrikation von Bauteilelementen oder ganzer Gebäudeelemente. Es werden Einsparpotentiale durch einen großen Wiederholungsfaktor der Wohnungstypologie erzeugt, ebenso wie bei der Minimierung der Technikflächen durch die Stapelung gleicher Wohnungstypen. Durch die Laubengangerschließung und die offenen Treppenhäuser entstehen wertvolle Kommunikationszonen. Gleichzeitig erfolgt hierdurch eine Reduzierung laufender Energie- und Betriebskosten.